Die hier vorgeschlagenen Ausflüge können Sie als Ausflug des Hotels LAGOA e MAR (Tour, selbstverständlich auch nachts), mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus) oder mit eigenem Pkw (Pkw) unternehmen. Für Gruppen stehen kleinere und große Busse zur Verfügung.
Wir wiederholen unsere Warnung aus den Sicherheitshinweisen, nach Einbruch der Dunkelheit wegen häufiger Überfälle und Entführungen keine öffentlichen Busse zu benutzen.
Salvador da Bahia
Stadtrundfahrt Die Fahrt führt vorbei an den Wohngebieten der ärmeneren Bevölkerung, z.T entlang der
Allerheiligenbucht, nach Plataforma mit wunderschönen Aussichten auf die Bucht. Von der
Kirche Bomfim, der Patronatskirche Bahias, über 'Boa Viagem' mit der Festung Montserrat geht es zum
Markt São Joaquim, dem größten und belebtesten Markt Salvadors für den täglichen Bedarfs. In der Unterstadt liegt der große (zwei Etagen) Souvenirmarkt Mercado Modelo und ihm gegenüber auf einer Sandbank
in der Allerheiligenbucht die Festung São Marcelo aus dem 17. Jahrhundert (kürzlich renoviert). Unter- und Oberstadt
werden durch den Lacerda-Aufzug (im Art-Deco-Stil) und mittels Drahtseilbahnen miteinander verbunden. Einen besonderer Höhepunkt des Pelourinhos bildet die 'goldene' Barockkirche São Francisco. Wer Kirchen liebt,
leidet auf dem Pelô keinen Mangel, obwohl sie meistens geschlossen sind. Sehenswert ist auch die Kathedrale (Catedral Basílica).
Die ehemalige Medizinischen Hochschule beherbergt Museen über afro-bahianische Kultur. Der Pelourinho läßt sich auch per Pferdekutsche oder im Elektrowagen besichtigen. Wegen der teilweise schwierigen
Straßenverhältnisse (Kopfsteinpflaster und hügelig) ist dies für Gehbehinderte empfehlenswert. Die Fahrt beginnt und endet
vor dem Lacerda-Aufzug in der Oberstadt und kostet 10 R$ pro Person. Vom Pelourinho gelangen wir nach Vitória/Graça, mit alten Villen und modernen Hochhäusern, über Barra und auf
der Uferstraße längs des Atlantiks nach Itapuã mit dem See von Abaeté.
(Tour-ganztägig, Pkw)
Schonerfahrt durch die Allerheiligenbucht
(Bootstour-ganztägig; Buchung im Hotel möglich)
Die Baía de Todos os Santos, kurz Allerheiligenbucht genannt, ist die größte und eine sehr schöne Bucht der brasilianischen Küste. Sie beherbergt 56 Inseln und wird vom Wasser unzähliger Zuflüsse gespeist. Einige wenige Inseln konnten ihre tropische Vegetation bewahren, auf anderen finden sich mehr oder weniger gut erhaltene Überreste der kolonialen Vergangenheit Bahias. Die Strände sind meistens ausgezeichnet, die Inseln selbst aber schwierig zu erreichen.
Der Schoner legt morgens um 09:00 Uhr vom Terminal Marítimo ab und begrüßt die Gäste mit Sambamusik. Beeindruckend ist die herrliche Aussicht auf die Ober- und Unterstadt Salvadors. Kurz darauf werden Ihnen tropische Früchte als Erfrischung serviert (kostenlos). Die ersten Caipirinhas lassen auch nicht lange auf sich warten. Die See ist meistens ruhig und ohne hohe Wellen.
Die Fahrt (ca. 1 1/2 Stunden) führt zuerst zur Ilha dos Frades. Sie zählt zwar zu den mittelgroßen Inseln in der Allerheiligenbucht, gilt aber wegen ihrer üppigen Vegetation als eine der schönsten. Der Wald beherbergt tausende von heimischen Bäumen unter vielen anderen auch den Pau-Brasil (Brasilholz), von dem Brasilien seinen Namen herleitet. Darüber hinaus können Sie Ruinen aus der kolonialen Vergangenheit besichtigen: Ein Lazarett, ein Lagergebäude zur Unterbringung der Sklaven während der Quarantäne sowie ein Zwischenlager zum Aufpäppeln für den späteren Verkauf, ein Gebäude zur Zubereitung von Farinha (Maniokmehl) und zwei kleine Kirchen.
Die Insel hat die Form eines Sterns mit 15 Spitzen, zwischen denen die Strände liegen. Sie erhebt eine Besuchersteuer von 0,50 R$ pro Person. Gut zwei Stunden stehen zur Besichtigung der Insel zur Verfügung. Klares und warmes Wasser laden ein zum Baden. Wer gern das Unterwasserleben beobachtet, kann Tauchbrille und Schwimmflossen mieten. Zahlreiche Strandkioske sorgen für das leibliche Wohl der Gäste.
Danach bringt Sie der Schoner in halbstündiger Fahrt nach Ponta de Areia, nördliche Spitze der größten Insel Itaparica, wo das Mittagessen bereits wartet. Anschließend lädt ein Bus zur Besichtigung des historischen Zentrums der Stadt Itaparica ein. Sehenswert ist die ehemalige Festung São Lourenço aus dem 17. Jahrhundert, die jetzt von der Marine benutzt wird. Der Jungbrunnen Fonte da Bica war schon zu Zeiten der Indios berühmt. Ein kräftiger Schluck soll nach der Inschrift aus Frauen Fräulein machen. Tatsächlich schmeckt das Wasser außergewöhlich gut. - Pferdeliebhabern stehen Pferde für einen Ausritt bereit.
Gegen 17:30 Uhr wird der Schoner am Terminal Marítimo zurück erwartet.
Aktuelle Preise senden wir Ihnen gern auf Anfrage.
Der Preis des Ausflugs schließt das Mittagessen (Büffet) ein. Getränke an Bord sowie im Restaurant, die Besuchersteuer und
die Busfahrt mit Führung auf der Insel Itaparica sind vor Ort zu bezahlen.
Buchung ist im Hotel möglich.
Pelourinho bei Nacht
(Tour-nachts, Pkw)
Das Historische Zentrums in der Oberstadt wird meistens als Pelourinho oder kurz Pelô bezeichnet, obwohl der eigentliche Pelourinho-Platz, auf dem sich früher der Pranger befand, nur einen kleinen Teil davon ausmacht.
Dienstagnacht - Terça da Benção
Jede Dienstagnacht, aber nur dienstags, wird im Historischen Zentrum (Pelourinho) auf
zahlreichen Plätzen Lifemusik angeboten, eine bunte Mischung aus populären brasilianischen,
afrikanischen und lateinischen Rhythmen. Es beginnt gegen 20:00 Uhr und endet um
23:30 Uhr. Der Eintritt ist frei (mit Ausnahme von Olodum).
Auf zwei öffentlichen Plätzen sind Bühnen aufgebaut, auf denen sich jeweils zwei Musikgruppen abwechseln.
Die Trommlerinnen der Mädchengruppe 'Dida' spielen auf der Straße vor ihrem Sitz.
Die ausgezeichnete Gruppe (banda) 'Swing do Pelô' zieht gewöhnlich mit ihren Trommlern durch die Straßen. Und man trifft
häufig noch kleinere Gruppen.
Auf den Innenhöfen 'Pedro Archanjo' und 'Quincas Berro d'Água' wird Tanzmusik dargeboten, ebenso
wie in mehreren Bars und Restaurants. Olodum spielt erst nach einer Vorgruppe auf der Praça 'Teresa Batista'
(Eintritt 40 R$).
Folklore-Shows
(Tour-nachts, Pkw)
Die Folklore-Shows bieten in hervorragender Darstellung mit teilweise artistischen Einlagen einen komprimierten Streifzug durch die afro-bahianische Folklore: Capoeira, Feuertanz, Maculelé, Samba de Roda, Götter des Orixá, Tanz der Fischer usw. Besseres hat Salvador nicht zu bieten.
Die Vorstellungen der mehrfach ausgezeichneten Gruppe Balé Folclórico da Bahia werden in einem Theater mit Bühne unmittelbar neben dem Largo do Pelourinho aufgeführt. Das Programm beginnt um 20:00 h und dauert ca. 50 Minuten; es findet täglich außer sonntags und dienstags statt und kostet 20 R$. Man sollte sich mindestens eine Stunde vor der Vorstellung Karten besorgen.
Besucher, die für den Dienstagabend (s.o.) keine Zeit finden, könnten sich freitags im Anschluss an diese Veranstaltung (oder s.u. Omi Olorum) von 21:00 h bis 23:00 h noch die Trommlerinnen der Mädchengruppe Didá auf der Praça Teresa Batista anhören. Eintritt: 20 R$.
Eine andere Show findet täglich außer sonntags im Restaurant Solar do Unhão, in der Unterstadt (Av. Contorno) gelegen, statt. Die Darbietungen beginnen um 21:00 h (manchmal früher) und dauern ca. 45 Minuten. Sie können mit oder ohne Abendessen gebucht werden. Das Restaurant liegt direkt an der Allerheiligenbucht in den Kellergewölben eines ehemaligen Zuckergewinnungskomplexes. Es sollte mindestens einen Tag im voraus reserviert werden.
Die Aufführung der Gruppe Omi Olorum zeigt die 'kulturellen Ausdrucksformen des afrikanischen Erbes Bahias' hauptsächlich in Form von Tänzen wie Maculelê, Wassertanz, Capoeira und Samba de Roda (Kreistanz). Die Darsteller sind Schüler der Tanz-, Percusssion- und Gesangskurse des Sesc. Donnerstags, freitags und samstags um 19:00 h in der Arena des Sesc/Senac am Largo do Pelourinho. Eintritt: 7,50 R$. Zum Seitenanfang
Nördliche Küste - Litoral Norte
Den Küstenabschnitt nördlich von Salvador, auch Costa dos Coqueiros (Kokosnusspalmen-Küste) genannt, unterteilt man gewöhnlich in zwei Abschnitte: die Estrada do Coco vom Flughafen bis Praia do Forte und dann weiter als Linha Verde bis zur Grenze zum Bundesstaat Sergipe.
Arembepe - Praia do Forte - Porto de Sauipe
(Tour-ganztägig, Bus, Pkw)
Gleich daneben liegt das früher international bekannte Hippiedorf (aldeia hippie). Janis Joplin, Mick Jagger und Roman Polanski lebten hier vorübergehend. Das Dorf ist immer noch bewohnt, und die Bewohner bieten auf einem kleinen Markt Kunsthandwerk an. Versäumen Sie nicht, einen Blick auf die 'Pousada' im Dorf zu werfen (siehe nebenstehendes Foto)!
Es folgen die Ruinen der Festung Garcia d'Ávila, der ältesten noch erhaltenen portugiesisch/spanischen Festung auf dem amerikanischen Kontinent. Ein weiterer Tamar-Stützpunkt zur Erhaltung der Meeresschildkröten befindet sich in Praia do Forte, größer und schöner als in Arembepe und mit zahlreichen anderen Fischarten bis hin zu Haien. Der Ort ist sehr touristisch mit vielen Geschäften und Restaurants. Der Strand ist allerdings großenteils sehr schlecht wegen spitzer Felsenriffe im Meer; man benötigt Schuhe, um ins Wasser zu gehen.
In Porto de Sauipe wird nach traditioneller Art mit Flößen mit Einhandsegel (jangadas) gefischt (witterungsabhängig). Interessant ist die Rückkehr der Jangadas durch die Brandung und die Vielfalt des Fangs. Häufig kann man Meeres-Schildkröten im Wasser nahe des Strands beobachten und schwimmend begleiten.
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Itariri - Conde - Mangue Seco
(Tour-mehrtägig, Pkw, 230 km)
Dieser Küstenabschnitt ist ein Paradies für Strand- und Meerliebhaber. Nördlich von Praia do Forte beginnt die sog. Linha Verde. Bei Km 88 führt eine Abzweigung nach Massarandupió, dem einzigen Nacktbadestrand Bahias und gelegen in einem Landschaftsschutzgebiet. Bei Km 135 sollte man die Linha Verde in Richtung Barra do Itariri verlassen. Dort mündet der Rio Itariri in einem großen Bogen ins Meer mit weiten Sandstränden sowohl am Ufer des Flusses als auch am Meer, hervorragend zum Baden geeignet. Es gibt Hotels und Restaurants.
Entlang der Küste erreicht man nach 17 km Sitio do Conde, dem größten Badeort der Region und Sitz einer Tamar-Station (nur von September bis April geöffnet). Von hier führt ein Sandweg direkt am Meer zu den Orten Poças und Serebinha. In Poças beginnt die Fahrt in kleinen Motorbooten auf einem Arm des Rio Itapicuru (mit schwarzem Wasser) vorbei an ausgedehnten Mangrovenwäldern und Kokosplantagen bis zum Meer. Auf halber Strecke sollte man einen Abstecher (zu Fuß) zum Cavalo Ruço einlegen, einem Fluss mit klarem Wasser und umgeben von hohen weißen Sanddünen (Bademöglichkeit). Bei Ebbe muss man ein Kanu in Serebinha nehmen.
7 km nördlich von Indiaroba, schon in Sergipe gelegen, zweigt rechts eine Lehmstraße in Richtung Pontal ab, Ausgangspunkt (und Parkplatz) für die Überfahrt nach Mangue Seco, die ca. 15 Minuten dauert. Die schneeweißen Sanddünen von Mangue Seco vermitteln den Eindruck einer hügeligen Wüste direkt am Ufer des Atlantischen Ozeans mit endlosen Stränden (mehr als 30 km). In einem Teil der Dünen lassen sich Fahrten per Buggy unternehmen.
Zum SeitenanfangSanto Amaro - Cachoeira - São Félix
(Tour-ganztägig, Pkw, Bus)
Die landschaftlich reizvolle Region am westlichen Rand der Allerheiligenbucht heißt Recôncavo und war früher Hauptanbaugebiet des Zuckerrohrs mit seinem riesigen Bedarf an Arbeitssklaven. Sie ist sehr fruchtbar und Hauptlieferant Salvadors mit landwirtschaftlichen Produkten. Der ehemalige Reichtum der Städte spiegelt sich im kolonialen Stadtkern von Santo Amaro wider, während die Stadt Cachoeira fast ganz im Kolonialstil erhalten ist.
Der Recôncavo ist wegen seiner guten Böden und des Klimas auch für guten Tabak bekannt und verfügt über eine lange Tradition insbesondere in der Herstellung von Zigarren. In der Zigarrenfabrik in Cachoeira werden preiswerte Zigarren und Zigarillos der Marke 'Talvis' manuell und maschinell gerollt. Besichtigung und Verkauf von montags bis samstags 12:00 h. Cachoeira wird z.Z. mit Mitteln der Unesco restauriert und zeigt bereits erstaunlich positive Veränderungen.
São Félix beherbergt die berühmte Zigarren-Manufaktur von Dannemann. Sie können dort ebenfalls der Handarbeit der
Herstellung hochwertiger Zigarren zusehen und natürlich kaufen (sonntags und montags geschlossen).
Die die Städte Cachoeira und São Félix verbindende Eisenbrücke (immer noch nur mit Holzbohlen belegt) über den Rio Paraguaçu
ist über 100 Jahre alt (und wurde scheinbar niemals renoviert). Ein Schauspiel besonderer Art ist das Rangieren des Güterzugs
in den engen Straßen und über die einspurige Brücke.
Der Fluss wird oberhalb Cachoeiras aufgestaut. Der Höhenzug entlang des Flusses bietet beeindruckende Aussichten auf die Städte, den Fluss, den Stausee und die Staumauer, besonders bei geöffneten Schleusentoren.
Zum SeitenanfangEs handelt sich um das Gebiet von Valença bis Camamu einschließlich der Halbinsel Maraú (215 bis 340 km südlich von Jauá), ein weiteres Paradies für Naturliebhaber und Fans unberührter Strände.
Valença - Camamu - Halbinsel Maraú
(Tour-mehrtägig, Bus, Pkw)
Nach Valença können Sie die Fähre (Personen und Pkw) von São Joaquim über die Allerheiligenbucht nach Bom Despacho auf der Insel Itaparica nehmen und von dort mit dem Bus weiterfahren. Oder man fährt über die BR 324 Richtung Feira de Santana, Ausfahrt Santo Amaro/Cachoeira über Sto. Antônio de Jesus (BR 101) nach Valença (BA 542). Der Strandort Guaibim, 17 km nordöstlich von Valença. Guaibim bietet zahlreiche Hotels und Pousadas, die meisten preisgünstig, und ist Valença vorzuziehen.
Der Hafen von Valença dient hauptsächlich als Anleger für die Transferboote zur Insel Tinharé und dem Hauptort Morro de São Paulo, mit ausgedehnten, meist felsigen Stränden. Die Insel ist touristisch sehr gut erschlossen mit vielen Hotels und Restaurants sowie einem intensiven und lauten Nachtleben. In der Hochsaison häufig überfüllt. Das normale Boot benötigt 1 h 30 min bis zur Insel, das Schnellboot 40 min. Tagesausflüge sind möglich. Der Pkw läßt sich am Hafen parken. Tinharé erhebt eine Besuchersteuer von 6 R$ pro Person.
Südlich Valença (BA 001) nimmt die Natur mit ihrer üppigen Vegetation beinahe schlagartig typisch tropischen Charakter an, was Salvador wegen der meist sandigen Böden etwas vermissen läßt. Viele Besucher halten diesen Küstenabschnitt für den schönsten Bahias. Der Boden ist fruchtbar, das Klima warm, und es gibt Wasser im Überfluss (aber noch wenige Touristen).
In der Region Nilo Peçanha -Ituberá - Camamu fällt die Hochebene steil ab zur Küste. Flüsse und Bäche folgen dem in zahllosen Wasserfällen und Stromschnellen. Es würde mehrere Tage dauern, sie alle zu besichtigen.
Als Unterkunft empfehlen wir das Hotel Paraiso das Águas, zentral gelegen zwischen Nilo Peçanha und Ituberá, in tropischer Umgebung mit eigenem Wasserfall, sauber und gutem Service. Von dort aus lassen sich alle Sehenswürdigkeiten schnell erreichen. Das Hotel bietet Ausflüge an sowie ökologische Wanderungen in die nähere Umgebung. Einer der schönsten Strände, der in Pratigi, liegt 20 km vom Hotel entfernt und ist mit Bussen erreichbar; Haltestelle 500 m südlich des Hotels.
Einen km südlich von Nilo Peçanha biegt die Straße links ab nach Cairu, Kreisstadt eines Archipels mit 32 Inseln und Sitz zweier Kirchen aus dem 17. Jahrhundert.
Auf der Hälfte des Wegs in Richtung Cairu zweigt rechts der Weg nach Torrinhas ab, dem Anleger für die Boote zur Insel Boipeba (Überfahrt 1 h 20 min., vorbei an Mangrovensümpfen). Boipeba ist eine der drei größeren Inseln des Archipels mit 20 km beinahe menschenleeren Stränden. Am schönsten Strand, Moreré, bilden Riffe bei Ebbe natürliche Pools, gut geeignet zum Schnorcheln. Es gibt einige Pousadas (wenige bieten Transfer an) und Restaurants. Von Valença verkehren Busse nach Torrinhas.
Der mit 61 m höchste Wasserfall der Region heißt Pancada Grande, gelegen zwischen Ituberá und Camamu. Eine Steintreppe neben dem Fall verbindet Unterlauf und Oberlauf des Flusses. Von oben bietet sich eine beeindruckende Aussicht auf die ausgedehnten Mangrovenniederungen. Unten, direkt vor dem Fall, erstreckt sich ein Besichtigungspier in den Fluss, und Rappel und Baden sind möglich.
Unweit des Wasserfalls unterhält Michelin Pflanzungen zur Gewinnung von Naturkautschuk, leicht erkennbar an ihrem intensiven Geruch. Nur unwesentlich weiter landeinwärts fallen Felder mit grünem Pfeffer und Kaffee ins Auge.
Etwa 100 m nördlich der Abzweigung zur Pancada Grande liegt die Einfahrt zum 'Balneário Ecológico Pancada Grande', einem Restaurant mit einfacher Pousada z.T. mitten in den Stromschnellen eines Flusses gelegen, gut geeignet für erholsame Rückenmassagen.
Ein weiterer Wasserfall liegt im Rio Acaraí, 6 km von Camamu entfernt. Camamu ist bekannter als Ausgangspunkt für Ausflüge in die von Mangroven gesäumte Bucht mit einigen kleineren Inseln (Bootstouren werden angeboten).
Ebenfalls von hier legen die Boote ab zu der in weiten Teilen fast unberührten Halbinsel Maraú, mit dem Hauptort Barra Grande. Die Überfahrt dauert mit normalem Boot 1 h 40 min, mit Schnellboot 40 min. Die Straßenverbindung von Süden ist in der Regenzeit unpassierbar.
Maraú besitzt kilometerlange, einsame Strände, deren schönster Taipus de Fora ist. Auch hier bilden Riffe bei Ebbe natürliche Pools, besonders beliebt bei Schnorchlern. Von den zahlreichen Hotels der Mittelklasse bieten einige Transfer von Camamu an. Auch auf Restaurants müssen Sie nicht verzichten. Generell sind die Transportkosten nach und auf Maraú teuer, und das allgemeine Preisniveau liegt höher als gewöhnlich in Bahia.
Die Landstraße BA 001 in Richtung Südwesten zur BR 101 führt durch das einzige größere, zusammenhängende und noch halbwegs intakte Regenwaldgebiet Bahias, ist aber stark bedroht von Abholzung.
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Insel Tinharé mit Morro de São Paulo
Die Insel Tinharé ist von Salvador mit Katamaran, per Schnellboot (beide ca. 2 Stunden Fahrzeit) und mit kleineren Flugzeugen in ca. 25 Minuten zu erreichen. In der Regenzeit und bei aufgeweichter Piste landen die Flugzeuge auf dem Festland in Guaibim. Passagiere werden dann per Boot nach Tinharé gebracht. Die Fahrt per Pkw oder Bus ist zeitaufwendig: Zunächst mit der großen Fähre übersetzen auf die Insel Itaparica und dann weiter nach Valença. Von Valença verkehren normale Boote (1 1/2 Std.) und Schnellboote (40 Min.) zur Insel.
Generell ist der Katamaran dem Schnellboot vorzuziehen. Die Fahrzeiten unterscheiden sich zwar nur unwesentlich, aber der Katamaran liegt ruhiger im Wasser und ist etwas geräumiger. Das allgemeine Preisniveau liegt deutlich über dem von Salvador. Auf der Insel verkehren keine Fahrzeuge. Tinharé erhebt eine Besuchersteuer von 6 R$ pro Person.
Tagesausflug
(Bootstour-ganztägig; Buchung im Hotel möglich)
Der erste Katamaran legt um 09:00 Uhr vom Terminal Marítimo ab und erreicht Morro de São Paulo gegen 11:00 Uhr. Der letzte Katamaran verläßt Morro um 16:00 Uhr und kommt gegen 18:00 Uhr in Salvador an, so dass für die Besichtigung der Insel 5 Stunden Zeit bleiben. Das ist völlig ausreichend, denn der Ort ist klein, und die Strände liegen nicht weit entfert.
Aktuelle Preise senden wir Ihnen gern auf Anfrage. Buchung ist im Hotel möglich.
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Chapada Diamantina - Lençois
(Bus-mehrtägig)
Der Nationalpark Chapada Diamantina (Diamanten Hochland) auf einer Fläche von 1.500 km² mit Höhen bis zu 1.000 m liegt 400 km westlich von Salvador. Obwohl die Chapada bereits seit dem 17. Jahrhundert als Goldschürfgebiet bekannt war, setzte der Diamantenrausch erst 1822 ein, als sich Diamantenvorkommen bestätigten.
Die Diamantenausbeute war so reichlich, dass Lençois, bedeutendster Ort der Chapada, gegen Ende des 19. Jahrhunderts zur drittgrößten Stadt Bahias gewachsen war. Nach dem Ende des Gold- und Diamantenfiebers wurde das Städtchen schnell verlassen und geriet glücklicherweise in Vergessenheit. So konnte es seinen historischen Stil bewahren und wurde später zum Nationalen Kulturerbe Brasiliens erklärt.
Sr. Cori, ein ehemaliger Diamantenschürfer und mittlerweile ca. 80 Jahre alt, hat in seinem Garten in der 'Rua dos Negros' eine kleine Diamantenschürfstelle nachgebaut (Oficina do Garimpeiro) und führt gern den Prozess des Diamantenwaschens vor, und zwar mit echten (!) Diamanten. Abends vorher anmelden! Sr. Cori spricht nur Portugiesisch.
Auch andere Orte der Chapada bieten sich für einen Aufenthalt an, wie z.B. Vale do Capão, Andarai (mit Igatu), Mucugé und Iraquara.
Die Chapada ist reich an Wasserfällen, ausgedehnten Höhlen mit Stalagmiten und Stalagtiten, klaren Bergseen, Schluchten und Höhenzügen mit wundervollen Aussichten. Ein Paradies für Naturliebhaber, besonders auch geeignet zum Wandern, Trekken und für Rapel. Darüber hinaus finden sich an mehreren Stellen, eine davon 36 km von Lençois entfernt, präkolumbianische Felsmalereien.
Der Roteiro I (Tour I) umfaßt:
Busse fahren nach Lençois ab Salvador Rodoviária täglich um 07:00 h und um 23:30 h, die Fahrt dauert gut 6 Stunden. Die ersten
150 km der Straße sind in keinem besonders guten Zustand. Die Sehenswürdigkeiten der Chapada sind nicht ausgeschildert. Deshalb
ist eine Reise mit eigenem Pkw und ohne örtlichen Führer nicht zu empfehlen.
Für einen Kurztripp empfehlen wir, 3 Tage vorzusehen:
1. Tag: 07:00 Uhr Abfahrt von Salvador/Rodoviária mit dem Bus; Ankunft Lençois ca. 13:30 h. Nachmittags Bad in
den Stromschnellen des Rio Lençois am Stadtrand mit vielen Halbedelsteinen in den Felsen im Flussbett (Serrano)oder Ausflug zur
Lapão Grotte (geführt).
2. Tag: Ganztägige geführte Rundfahrt mit 5 Sehenswürdigkeiten (Roteiro 1, s.o.).
3. Tag: Vormittags Besuch der Diamantenschürfstelle von sr. Cori (s.o.) oder des Serrano mit dem Salão de Areias.
07:00 oder 13:00 Uhr (nicht täglich) Rückfahrt nach Salvador. Es verkehren auch Nachtbusse.
Hotelaufenthalt in Lençois sowie Auflüge können wir für Sie organisieren. Das Busticket ist nur in der Rodoviária erhältlich; keine telefonische Bestellung möglich. In der Hochsaison müssen Bus und Unterkunft rechtzeitig reserviert werden.
Wir halten den Abstecher nach Lençois für einen der schönsten Kurzausflüge, den man von Salvador aus unternehmen kann und sollte.
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